Arbeitnehmer sind sehr zufrieden mit ihrer Arbeit

Insgesamt sind Arbeitnehmer in Deutschland zufrieden mit ihrer Arbeit. 69% der Befragten bewerten ihre Zufriedenheit auf einer Skala von 0 bis 10 mit Werten zwischen 8 und 10. Dabei gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder Altersgruppen. Egal ob Generation Y, Generation X oder Babyboomer: Die Zufriedenheit mit der Arbeit ist zwischen den verschiedenen Gruppen auf vergleichbarem Niveau.

69%Sind sehr zufrieden
26%Sind zufrieden
5%Sind unzufrieden
Es gibt keine großen geschlechtlichen oder altersbedingten Unterschiede in Sachen Arbeitszufriedenheit
 
 

70% Frauen

 
 

69% Männer

 
 

67% Generation X*

 
 

70% Generation Y*

Basis: Befragte, die ihre Arbeitszufriedenheit auf einer Skala von 0 bis 10 zwischen 8 und 10 bewerten
*Generation X und Babyboomer:Jahrgänge zwischen 1948 und 1979
  Generation Y:Jahrgänge 1980 bis 1995

Arbeitnehmer wollen Erfüllung und Anerkennung bei der Arbeit

Was macht uns zufrieden mit der Arbeit? Die Top 5 der Einflussfaktoren wird angeführt von einer erfüllenden Arbeit, der Anerkennung der eigenen Leistung und einem guten Verhältnis zum Vorgesetzten.

Der Generation Y ist die Verwirklichung eigener Ideen bei der Arbeit besonders wichtig. Geld und Karriere haben geringeren Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit, sind der Generation Y aber etwas wichtiger.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Eigene Ideen im Berufsleben verwirklichen?
Wunsch statt Wirklichkeit

Wie sieht der Arbeitsplatz in Deutschland aus? Gute Nachrichten: Die meisten Befragten haben nette Arbeitskollegen, üben eine abwechslungsreiche Tätigkeit aus, haben einen sicheren Arbeitsplatz, fühlen sich mit ihrer Leistung anerkannt und haben ein gutes Verhältnis zum Chef.

Allerdings: Nicht alle Merkmale, die einen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsplatzzufriedenheit haben, treffen auf die Arbeitswelt zu. „Eigene Ideen zu verwirklichen“ hat zwar einen starken Einfluss auf die Zufriedenheit, trifft allerdings nur auf knapp mehr als ein Drittel der Befragten voll zu.

67
23
62
25
64
22
57
24
44
37
49
31
49
26
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26
35
36
36
31
15
38
32
17
26
23

Mehr Gehalt und berufliche Weiterentwicklung sind Anreiz zum Jobwechsel

Die Ergebnisse zeigen, dass Arbeitnehmer zufrieden sind mit ihrer Arbeit. Was bewegt sie dennoch zu einem Arbeitsplatzwechsel?

Die Hauptbeweggründe für den nächsten Karriereschritt sind ein besseres Gehalt und die Möglichkeit, sich beruflich weiter zu entwickeln bzw. eine interessantere Tätigkeit auszuüben. Die Motive für den Wechsel unterscheiden sich dabei zwischen den Generationen.

Symbol: Generation X Symbol: Generation Y
Für ein deutlich besseres Gehalt
25%
 
 
 
 
33%
Für die Möglichkeit, mich beruflich weiter zu entwickeln
14%
 
 
 
 
26%
Für eine interessantere berufliche Tätigkeit
15%
 
 
 
 
25%
Für eine Führungsposition
8%
 
 
 
 
20%
Für mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbys
17%
 
 
 
 
19%
*Generation X und Babyboomer: Jahrgänge zwischen 1948 bis 1979
  Generation Y: Jahrgänge 1980 bis 1995

Karriere um jeden Preis? Nur für 40% ist Karriere wichtig

Insgesamt streben nur 40% der Befragten an, beruflich weiter nach vorne zu kommen. Der Karrierewunsch ist also eher gering ausgeprägt.

Für den nächsten Karriereschritt würden aber immerhin 60% der Befragten das Wochenende opfern, noch 33% würden sogar in ein anderes Land ziehen.

Ist es wichtig im Beruf möglichst weit nach oben zu kommen?
Was würden Sie für den nächsten Karriereschrit tun?
 
60%

am Wochenende
arbeiten

 
41%

längere tägliche Arbeitszeiten in Kauf nehmen

 
44%

in eine andere Stadt ziehen

 
33%

in ein anderes Land ziehen

Basis: Repräsentative Befragung von 1502 Personen zwischen 16 und 67, durchgeführt von dimap – Institut für Markt- und Politikforschung.

Digitalisierung spielt bedeutende Rolle im Job

Für 72% der Befragten spielt die Digitalisierung im Berufsleben eine sehr große oder große Rolle. Jeder Zweite gibt an,
die Digitalisierung habe seinen Berufsalltag erleichtert.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung in Ihrem persönlichen Berufsleben?
  35% Sehr große
37% Große
20% Kleine
8% Gar keine
Hat die Digitalisierung Ihren Berufsalltag erleichtert?
55%

Ja

35%

Weder noch

10%

Eher erschwert

Basis: Repräsentative Befragung von 1502 Personen zwischen 16 und 67, durchgeführt von dimap – Institut für Markt- und Politikforschung.

Positive Haltung gegenüber der Digitalisierung überwiegt – vor allem die Kommunikation untereinander fällt leichter

Der Vorteil der Digitalisierung liegt für die Mehrheit darin, dass sie vor allem die Kommunikation mit Kunden und Kollegen erleichtert. Außerdem steigert sie die Produktivität. Nachteil: Arbeitnehmer fühlen sich stärker überwacht und die ständige Erreichbarkeit erhöht den Stress.

Digitalisierung gleich Männersache? Insgesamt nehmen Männer die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Berufsalltag stärker wahr als Frauen.

Symbol: Frauen Symbol: Männer
Vorteile
Erleichterung des Berufsalltags
56%
 
 
 
 
54%
Steigerung der Produktivität
55%
 
 
 
 
65%
Erleichterung der Kommunikation mit Kunden und Kollegen
64%
 
 
 
 
77%
Nachteile
Ständige Erreichbarkeit
56%
 
 
 
 
51%
Stressigerer Berufsalltag
41%
 
 
 
 
51%
Stärkere Überwachung der Arbeit
40%
 
 
 
 
41%
Basis: Repräsentative Befragung von 1502 Personen zwischen 16 und 67, durchgeführt von dimap – Institut für Markt- und Politikforschung.

Flexibilität dank Digitalisierung?
Nur für Wenige

Die Digitalisierung hebt die Grenzen von Ort und Zeit auf. Dank digitaler Technik ist es theoretisch in vielen Berufen möglich, den Arbeitsort und die Arbeitszeit flexibel zu gestalten.

Tatsächlich geben jedoch nur 29% der Befragten an, dank der Digitalisierung ihre berufliche Tätigkeit erledigen zu können, wann und wo sie wollen – das nimmt mit dem Einkommen zu.

Können Sie Ihre berufliche Tätigkeit dank der Digitalisierung erledigen, wo und wann Sie wollen?*
29%

Ja

70%

Nein

Flexibilität in Abhängigkeit vom persönlichen Nettoeinkommen:
 
23%

Unter 1000 €

 
22%

1001 € bis 2000 €

 
29%

2001 € bis 3000 €

 
37%

3001 € bis 4000 €

 
37%

4001 € bis 5000 €

 
56%

Über 5000 €

Basis: Repräsentative Befragung von 1502 Personen zwischen 16 und 67, durchgeführt von dimap – Institut für Markt- und Politikforschung.
*1% der Befragten geben keine Angabe

Gute Balance zwischen Familie und Beruf steigert
die Zufriedenheit mit der Arbeit

Wer neben der Arbeit viel Zeit für Familie, Freunde und Hobbies hat, der ist auch zufriedener mit seinem Job. Von den Befragten, die angeben nach der Arbeit viel Zeit für Familie und Freunde zu haben, sind immerhin 79% sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Von den Befragten mit weniger Zeit sind es nur noch 49%.

Zeit für Freunde, Familie und Hobbies und Arbeitszufriedenheit
79%

Von denen, die viel Zeit haben, sind 79% mit ihrer Arbeit sehr zufrieden.

67%

Von denen, die ausreichend Zeit haben, sind 67% mit ihrer Arbeit sehr zufrieden.

49%

Von denen, die wenig Zeit haben, sind 49% mit ihrer Arbeit sehr zufrieden.

Familiengründung und Job nicht immer leicht zu vereinbaren

Die Zeit für die Familie beeinflusst zwar die Zufriedenheit mit der Arbeit, doch: Wer nach mehr Zeit für Familie und Freunde fragt, der gefährdet schnell seine Karriere – dem stimmen immerhin 62% der Befragten zu.

Außerdem ist es heutzutage schwieriger, eine Familie zu gründen, da der Job stressiger ist. Dieser Meinung sind 69% der Befragten, 75% der befragten Frauen zwischen 20 und 35 Jahren.

Familiengründung und Stress
Tabellenbeschriftung
69%
75%
70%

Das Berufsleben ist heutzutage sehr stressig, daher ist es schwieriger eine Familie zu gründen.

Familiengründung und Karriere
Tabellenbeschriftung
62%
68%
58%

Wer mehr Zeit für seine Familie einfordert, gefährdet sein berufliches Weiterkommen.

Früher gehen oder später kommen können –
so gelingt die Work-Life-Balance

Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Um Familie und Beruf gut miteinander vereinbaren zu können, ist es für die Mehrheit besonderes wichtig, einmal eine Stunde früher zu gehen oder später zu kommen.

Elternzeit, Teilzeitarbeit und Kinderbetreuung im Unternehmen – hierbei zeigen sich signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Die Möglichkeit etwa, in Teilzeit zu arbeiten ist für 49% der Frauen wichtig, aber nur für 25% der Männer.

Symbol: Frauen Symbol: Männer
Allgemein
Möglichkeit, einmal früher zu gehen oder später zu kommen
45%
 
 
 
 
40%
Möglichkeit der Elternzeit
52%
 
 
 
 
39%
Geregelte Arbeitszeiten
42%
 
 
 
 
32%
Möglichkeit der Teilzeitarbeit
49%
 
 
 
 
25%
Kinderbetreuung im Unternehmen
37%
 
 
 
 
26%
Keine Anrufe/Mails nach Feierabend
39%
 
 
 
 
32%
Basis: Repräsentative Befragung von 1502 Personen zwischen 16 und 67, durchgeführt von dimap – Institut für Markt- und Politikforschung.

Erkenntnisse der Studie:

Arbeitnehmer sind insgesamt zufrieden mit ihrer Arbeit. Faktoren der Arbeitszufriedenheit sind dabei vor allem berufliche Erfüllung und Anerkennung der Leistung. Die „Generation Y“ legt großen Wert auf die Verwirklichung eigener Ideen – was in der Realität aber noch zu selten möglich ist.

Die Digitalisierung nimmt im Berufsleben eine bedeutende Rolle ein. Dabei erleichtert sie vor allem die Kommunikation und steigert die Produktivität. Die positive Einstellung ihr gegenüber überwiegt, obwohl die ständige Erreichbarkeit negativ gesehen wird.

Mehr Zeit für Familie und Freunde steigert die Zufriedenheit mit der Arbeit. Allerdings scheint Familiengründung und das Erreichen einer Work-Life-Balance heute schwierig – vor allem den Jüngeren. Unternehmen müssen hier Möglichkeiten schaffen, beides besser miteinander zu vereinbaren.